Wer in das Foyer des Zentrums für Kunst und Medientechnologie (ZKM) kommt, betritt eine andere Welt: großzügig, futuristisch, inspirierend. So geht das auch den Teilnehmer*innen des Förder- und Betreuungsbereichs (FuB) Hagsfeld, wenn sie Donnerstagsmorgens hierherkommen, um ihre Hilfe anzubieten.
Von dieser Unterstützung profitieren gleich mehrere Abteilungen, denn die Truppe ist äußerst vielseitig: Für das Archiv falten die Menschen mit komplexen Beeinträchtigungen regelmäßig Kartons. Für die Bibliothek laminieren sie Infoblätter und für die Publikationsabteilung treffen sie Plastik-Inlays mit DVDs aus nicht mehr verkäuflichen Büchern. Für das Restaurant bringen sie das Altglas weg und für den Shop haben sie schon Bleistifte gespitzt.
„Für das Archiv ist die Zusammenarbeit eine echte Entlastung, da die Kollegen Zeit für andere Aufgaben haben,“ freut sich Felix Mittelberger. Auch Christiane Minter von der Bibliothek ist froh über die Unterstützung: „So schnell hätten wir das mit dem Laminieren gar nicht geschafft,“ sagt sie. Ulrike Havemann von der Publikationsabteilung genießt es, wenn die HWKler vor Ort sind: „Die bringen hier viel positive Energie ins Haus. Das tut uns gut, da wir häufig ziemlich gestresst sind.“ Und sie sei beeindruckt, wie gerne die Menschen die Arbeit machen und wie freundlich sie miteinander umgehen würden. „Das bringt eine neue Facette in unseren Arbeitsalltag!“ stellt sie fest.
Die Mitarbeit im ZKM ist bei den Menschen im Hagsfelder Förder- und Betreuungsbereich äußerst beliebt: „Jeder möchte gerne hier mitmachen“, berichtet Philipp Franz, Fachkraft im Förder- und Betreuungsbereich am HWK-Standort in Hagsfeld. Die Arbeit sei sehr abwechslungsreich, jeder bekomme gezeigt, was zu tun ist und alle im ZKM seien sehr nett.
Die Zusammenarbeit zwischen ZKM und HWK findet im Rahmen des Projekts „Teilhabe im Sozialraum“ der Förder- und Betreuungsbereiche der HWK statt. Dafür sucht die HWK Unternehmen und Organisationen, in denen Menschen mit komplexem Beeinträchtigen stundenweise einfache Arbeiten übernehmen können. Ziel ist, dass die Menschen mit Behinderung Selbstwirksamkeit erfahren und Begegnung von Menschen mit und ohne Behinderung im Kontext von Arbeit stattfindet.
Dafür konnte die HWK neben dem ZKM bereits weitere Partner gewinnen, z.B. den Gärtnereibetrieb Iben in Ettlingen, das Unternehmen Agilent in Waldbronn, das Restaurant Zollhaus in Au am Rhein, die evangelische Laurentiusgemeinde in Hagsfeld, Beckers Hofladen in Rüppurr, die Pizzeria la Famiglia in Neureut, die Ergotherapie-Praxis Schindler in Knielingen oder die Tafel in Wörth.
Wer mehr darüber erfahren möchte, wendet sich an:
Christiane Scheipers
Telefon +49 721 909877-95
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