„Den vielen Menschen einen besseren Alltag schaffen!“ Diese Vision von IKEA betreffe nicht nur die Kunden des weltweit größten Möbelhändlers, sondern auch seine Belegschaft, erklärt Juliana Römer, die die Unternehmenskommunikation des Karlsruher IKEA-Standortes leitet. Seit Juni 2022 gehören zur Karlsruher IKEA-Belegschaft mit seinen 300 Mitarbeiter*innen auch vier Mitarbeiter*innen der Hagsfelder Werkstätten und Wohngemeinschaften Karlsruhe gGmbH (HWK). Sie arbeiten hier auf einem betrieblich integrierten Werkstattarbeitsplatz einem sogenannten workweb-Platz.
Dominik Sakkai (28) ist einer von ihnen. Der gelernte Zierpflanzengärtner arbeitet in der Recovery-Abteilung, die für die Wiederaufbereitung, Reparatur und den Wiederverkauf retournierter und beschädigter Möbel zuständig ist. Neben der Montage von Möbeln zeichnet Dominik Sakkai Waren für den „Zweite-Chance-Markt“ aus und sorgt für die fachgerechte Müllentsorgung. Gefragt, was er an seiner Arbeit mag, antwortet er: „Obwohl wir immer viel Arbeit haben, kann ich hier ohne Zeitdruck meine Arbeit machen. Und die Arbeit variiert, das gefällt mir.“
Vor seiner Tätigkeit bei IKEA war er vier Jahre lang in der HWK-Gärtnerei im Gemüseanbau und auf den Wochenmärkten tätig. Aufgrund der besseren Verdienstmöglichkeiten entschied er sich für einen betrieblich integrierten Werkstattarbeitsplatz. Er begann mit einer vier-Tage-Woche mir drei Stunden täglicher Arbeitszeit. Mittlerweile arbeitet er 30 Wochenstunden an fünf Tagen incl. zwei Samstage im Monat.
„Dominik Sakkai und seiner HWK-Kolleg*innen sind Teil der IKEA-Mannschaft“, betont Juliana Römer. Ihrem Unternehmen sei es wichtig, verschiedene Talente miteinander zu verbinden. „Jeder und jede hat ein Talent, das er bei uns einbringen kann, vorausgesetzt, wir teilen die gleichen Werte. Und Gemeinschaft ist eines unserer zentralen Werte.“, sagt sie.
Betriebliche Integration
Betrieblich integrierte Arbeitsplätze sind ausgelagerte Arbeitsplätze einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung (WfbM) in regulären Betrieben. Die Beschäftigten sind rechtlich weiterhin bei der WfbM angestellt und genießen deren Schutz, arbeiten aber im Arbeitsalltag in einem Unternehmen. Ein Jobcoach der betrieblichen Integration unterstützt und berät regelmäßig den Beschäftigten und seinen Arbeitgeber. Die HWK begleitet aktuell 70 Beschäftigte auf einem betrieblich integrierten Arbeitsplatz.
Infos zur Betrieblichen Integration der HWK gibt es auch in dem Film auf HWK Betriebliche Integration – YouTube
