Grundsteinlegung der HWK-Betriebsstätte Rheinstetten

Am 23. Mai hatten die Hagsfelder Werkstätten zur Grundsteinlegung nach Rheinstetten eingeladen. Dort baut die Lebenshilfe-Stiftung Karlsruhe eine neue Betriebsstätte für die Hagsfelder Werkstätten. Hier werden nach Fertigstellung Anfang kommenden Jahres 110 Menschen mit psychischer Erkrankung, erworbenen Hirnschädigungen bzw. Mehrfachbehinderungen Förderung, Arbeit und Tagesstruktur finden.

HWK-Hauptgeschäftsführer Michael Auen begrüßte die ca. 60 anwesenden Gäste der Grundsteinlegung mit dem Verweis auf den am gleichen Tag stattfindenden 70. Geburtstag des Grundgesetzes, nachdem keiner aufgrund einer Behinderung benachteiligt werden dürfe. Dazu gehöre nach der UN-Behindertenrechtskonvention auch das Recht auf Teilhabe am Arbeitsleben.

Landrat Dr. Christoph Schnaudigel griff dies in seinem Grußwort auf und betonte die Wichtigkeit eines wohnortnahen Angebots. Mit dem Bau der Betriebsstätte ein Rheinstetten würde eine Versorgungslücke im Landkreis geschlossen.

Und auch Oberbürgermeister Sebastian Schrempp freute sich, dass durch die neue HWK-Betriebsstätte Menschen mit Behinderung in Rheinstetten wieder sichtbar würden. „Menschen mit Behinderung sind zum Teil aus unserem Stadtbild verschwunden, da sie zum Arbeiten täglich nach Ettlingen fahren“, so Schrempp. Das würde sich jetzt wieder ändern.

Renate Breh, Vorsitzende der Lebenshilfe-Stiftung Karlsruhe, erinnerte an den Zweck der Stiftung, zu dem „die Schaffung und Erhaltung von Arbeitsplätzen und Tagesstrukturierenden Hilfen für Menschen mit Behinderung“ gehöre. Bereits 2013 habe die Stiftung in den Neubau der Betriebsstätte Hagsfeld 2 investiert und man freue sich, nun erneut dazu beizutragen, dass Menschen mit Behinderung unter guten und ihrem Bedarf entsprechenden räumlichen Bedingungen am Arbeitsleben teilhaben können. Dafür investiert die Stiftung einen Betrag in Höhe von ca. 6 Millionen Euro.

Wolfgang Eitel, Geschäftsführer der Vollack architec GmbH erklärte, dass der Grundstein u.a. eine Würdigung der Bauherrin sei und zugleich ein Zeitzeuge der Bauzeit.

Schließlich verlas Beate Bister, Sprecherin der künftigen Nutzerinnen und Nutzer der Betriebsstätte, die Wünsche und Erwartungen ihrer Kolleginnen und Kollegen an die neue Betriebsstätte, die diese in Wort und Bild auf vorbereitete Wunschzettel vermerkt hatten, zum Beispiel, höheverstellbare Arbeitsflächen, einen Ruheraum oder auch Hochbeete zur Gestaltung des Außenbereichs. Die Wünsche wurden zusammen mit einer Satzung der Lebenshilfe-Stiftung, einem Inklusions-Laufshirt, das OB Schrempp mitgebracht hatte und einer aktuellen BNN in eine Schatulle gelegt, die von Stiftungs-geschäftsführer Uwe Dürr verschlossen und von Beate Bister in den Grundstein gelegt wurde.

Einen Beitrag von Baden TV zur Grundsteinlegung gibt es auf https://baden-tv.com/grundsteinlegung-fur-neue-hwk-betriebsstatte-in-rheinstetten/